Wenn du an Kakao denkst, kommt dir wahrscheinlich zuerst heiße Schokolade in den Sinn. Vielleicht mit Sahne, vielleicht mit Zimt. Aber wusstest du, dass Kakao – richtig echter, naturbelassener Kakao – ganz unterschiedlich schmecken kann? Je nachdem, wo er wächst, wie er verarbeitet wird und sogar, ob er auf vulkanischem Boden gedeiht oder in feuchtwarmen Regenwäldern?
Kakao ist lebendig. Er trägt die Energie seines Ursprungs in sich – und das schmeckt man.
So wie es bei Kaffee oder Wein verschiedene Sorten und Geschmacksrichtungen gibt, ist das auch beim Kakao. Die drei bekanntesten Sorten heißen Criollo, Forastero und Trinitario – aber das ist erst der Anfang. Jede Region, jedes Klima und jeder Boden geben dem Kakao eine eigene Note. Manche Bohnen sind mild und fruchtig, andere tief, erdig und leicht bitter.
Vor allem Criollo-Kakao wird oft als besonders edel und aromatisch beschrieben – er ist allerdings auch empfindlich und wächst nur unter ganz bestimmten Bedingungen. Forastero ist robuster und häufiger verbreitet, während Trinitario eine spannende Mischung aus beiden ist.
Hier noch einmal für dich zusammengefasst:
In der Welt des Kakaos unterscheidet man grundsätzlich zwischen drei Hauptsorten:
Forastero: die bekannteste und robusteste Sorte. Ihr Geschmack ist kräftig, oft etwas bitter – sie wird deshalb viel in der industriellen Schokoladenherstellung verwendet.
Criollo: gilt als die edelste Kakaosorte. Sehr aromatisch, fein, manchmal fast fruchtig-nussig – aber auch sehr empfindlich im Anbau.
Trinitario: eine Kreuzung aus Forastero und Criollo – mit einer schönen Balance zwischen Aroma und Widerstandskraft.
Doch diese Kategorien sind nur der Anfang. Der echte Zauber liegt im Detail.
Der Geschmack von Kakao wird stark davon beeinflusst, wo genau er wächst. Es geht hier nicht nur um das Land – sondern um ganz feine Unterschiede:
🌋 Vulkanischer Boden zum Beispiel (wie in Ecuador oder Teilen Indonesiens) ist besonders nährstoffreich. Kakao von dort hat oft intensive Aromen – mal nussig, mal fruchtig, manchmal sogar mit floralen Noten.
🌧️ Hohe Luftfeuchtigkeit sorgt dafür, dass die Kakaofrüchte gleichmäßig reifen. Das Klima prägt den Charakter der Bohne – in feuchteren Regionen wird der Kakao oft lebendiger im Geschmack, manchmal mit einer leichten Säure oder Zitrusnote.
⛰️ Höhenlage spielt ebenfalls eine Rolle. Je höher der Kakao wächst, desto langsamer reift er – und desto vielschichtiger kann er schmecken. Ähnlich wie bei Kaffeebohnen.
Wenn du das nächste Mal eine Tasse rohen Kakao trinkst, nimm dir einen Moment Zeit. Riech daran. Lass den Geschmack ankommen. Vielleicht entdeckst du plötzlich feine Noten von Beeren, Nüssen oder sogar etwas Rauchiges. Jede Bohne erzählt ihre eigene Geschichte – von Erde, Regen, Sonne und Zeit.
Kakao ist eine Verbindung. Zur Natur, zu dir selbst und vielleicht auch zu einer alten Erinnerung, die du lange nicht gespürt hast.
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Deine Andrea
ÜBER DIE AUTORIN

Andrea von Harten
Ich bin Andrea, Unternehmerin und Autorin von Mama Kakao. Mit meiner Leidenschaft für Rohkakao und meinem eigenen Weg zur vollen Eigenverantwortung möchte ich dich inspirieren, deine eigene Reise zu dir selbst zu beginnen – mit der Kraft des Kakao.
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